FSG Bad Camberg/Dombach II - TUS Waldhausen 2:3 (0:1)
Der Gast dominierte die ersten Minuten eindeutig, was sicherlich auch damit zu tun hatte, dass mit Yannik Lindt und Volodymyr Chornii gleich zu Beginn zwei zentrale Spieler der FSG verletzungsbedingt ausfielen. Damit musste sich die Mannschaft von Patrick Doerfl sowohl in der Abwehr als auch was das Spiel nach vorne anging erst einmal neu orientieren, was so seine Zeit brauchte. Bis dahin kombinierte sich der Gast immer wieder gefährlich nach vorne und nachdem Marvin Sienknecht im FSG-Tor noch großartig gegen den frei vor ihm auftauchenden Stürmer geklärt hatte, stand es dann doch 0:1 und keiner wusste so richtig warum. Ein einfach mal hoch in Strafraum getretener Ball tippte dort einmal auf und segelte von niemandem belästigt ins lange Eck. Auch danach bestimmte der Gast die Partie, während das schnelle Umschaltspiel des Gastgebers mangels Präzision erst einmal keine Furcht verbreitete. So nach 25 Minuten hatte man sich aber besser auf die Offensive des Gegners eingestellt, ließ kaum noch etwas zu und hatte selbst - zumindest aus der Distanz - die ersten Möglichkeiten. Mit der knappen Gästeführung verabschiedete man sich in die Pause, was aufgrund der starken ersten Minuten auch in Ordnung ging.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit tat sich erst einmal auf beiden Seiten nicht viel. Und da beide Abwehrreihen soweit alles im Griff hatten, waren Tormöglichkeiten Mangelware. Das änderte sich erst, als bei einem Abstoß der Ball in der FSG-Abwehr vertändelt wurde und der Gast sich bedankte. Kurz darauf konnten gleich zwei Abwehrspieler eine Hereingabe nicht klären und es stand 0:3. Jetzt sah es kurze Zeit nach einem Desaster aus, zumal der Gastgeber durch einen weiteren verletzungsbedingten Ausfall - bis zum Spielende - nur noch mit zehn bzw. zehneinhalb Spielern dastand. Nachdem aber der TUS-Mittelstürmer gleich zweimal freistehend den Ball aus kurzer Distanz versemmelte und man das Spiel auf Zuschauerseite mehr oder weniger bereits abgehakt hatte, kam der große Auftritt des Oleh Stasiuk. Zuerst verwandelte er eine schöne Kombination in den Strafraum per Direktabnahme zum Anschlusstreffer. Danach überspielte er gleich vier Abwehrspieler und schob den Ball zum 2:3 über die Torlinie. Dementsprechend hektisch wurde es in der Schlussviertelstunde, weil der Gastgeber noch einmal alles versuchte und auch die eine oder andere gute Möglichkeit hatte. Der Ausgleich gelang aber nicht mehr, was angesichts des Krankenstandes und der schweißtreibenden Temperaturen nicht so verwunderlich war.
Fazit: Insgesamt kann man sich über die knappe Niederlage gegen einen vor allem in der ersten Halbzeit spielstarken Gegner sicher nicht beschweren. Die drei Gegentore waren Geschenke, aber der TUS hatte in seinen besten Phasen durchaus auch eigene gute Tormöglichkeiten herausgespielt, wenn auch nicht genutzt. Für die FSG bleibt festzuhalten, dass man trotz der unglaublichen Verletztenmisere nie aufgegeben hat und am Schluss fast noch den Ausgleich geschafft hätte. Wie die Begegnung in voller FSG-Besetzung über 90 Minuten ausgegangen wäre, weiß man nicht, lohnt aber auch nicht darüber nachzudenken.


