FSG Bad Camberg/Dombach I - TUS Linter I 2:2 (1:0)
In den ersten Minuten tat sich erst einmal nicht viel. Der Gast hatte etwas mehr Spielanteile, aber bis auf einen Distanzschuss der knapp am langen Pfosten vorbeisegelte, gab es nichts Brenzliges zu sehen. Und das sollte sich auch für den Rest der ersten Halbzeit nicht mehr ändern, denn die Abwehr um Tafarie Crooks und Finn Witte hatte alles im Griff. So nach und nach kam der Gastgeber besser ins Spiel und tauchte insbesondere über die Außen jetzt häufiger gefährlich vor dem TuS-Torhüter auf. Jonas Winkler und Sebastian Urban zögerten aber zu lange mit dem Abschluss, der Gästetorhüter parierte einen Distanzschuss von Adrian Lenhart großartig und Magnus Scherf schob den Ball am leeren Tor vorbei. Das war der Auftakt für eine Druckphase des Gastgebers bis zur Halbzeitpause, der sich jetzt immer wieder in das letzte Drittel kombinierte. Einer der zahlreichen Eckbälle führte zur 1:0-Führung, als Fabian Stannarius die Hereingabe von Volodymyr Chornii einköpfte. Und kurz darauf hätte diese Kombination gleich nochmal funktioniert, dieses Mal setzte Fabian Stannarius die Flanke von Volodymyr Chornii aber hauchzart am langen Pfosten vorbei. So gesehen war der Gast mit dem knappen Rückstand bis zum Seitenwechsel gut bedient.
Nach Wiederanpfiff änderte sich erst einmal nichts. Der Gastgeber kam mit einem Distanzschuss und mit Sebastian Urban frei vor dem Gästetorhüter zu weiteren Möglichkeiten und die Abwehr ließ weiterhin nichts zu. Und nach einer Kombination über links, spielte Volodymyr Chornii den Ball von der Torauslinie zu Tom Renemann am Elfmeterpunkt und es stand 2:0. Der Gast musste kommen und tat das auch, setzte die FSG-Abwehr deutlich stärker unter Druck und erzielte nach einer Stunde den Anschlusstreffer. Offensiv kam vom Gastgeber erst einmal nicht mehr viel und die Abwehr stand jetzt nicht mehr so sattelfest, was sicherlich auch mit der verletzungsbedingten Auswechselung von Finn Witte im Abwehrzentrum zu tun hatte. Somit kam der TUS ebenfalls zu Tormöglichkeiten, der Ausgleich allerdings durch freundliche Mithilfe der Heimmannschaft: Fehlpass in der Vorwärtsbewegung, schnelles Umschaltspiel und es stand 2:2. In der Schlussviertelstunde wurden dann auch die Angriffsbemühungen der FSG wieder gefährlicher und Fabian Stannarius prüfte den TUS-Torwart aus kurzer Entfernung mit einem Drehschuss. In der Nachspielzeit hätten beide Mannschaften den Siegtreffer erzielen können, aber zuerst zögerte Marlon Müller frei vor dem Tor zu lange und danach verpasste ein TUS-Stürmer die Hereingabe am zweiten Pfosten nur knapp.
Fazit: So ist Fußball. Die FSG zeigte gegen einen starken Gegner die beste Leistung in 2026, dominierte die Begegnung eine Stunde lang und hatte bis dahin die weitaus besseren Tormöglichkeiten. Versäumte es aber das Spiel frühzeitig zu entscheiden und gab so dem Gast die Möglichkeit zurückzukommen, die dieser konsequent nutzte.


